Hochalpines Fliegen in Fiesch / Wallis – wettertechnisch leider nicht optimal

Geschrieben von Daniel.

Teilnehmer v.l.n.r.: Arndt, Sebastian, Anja, Michael, Wolf (local guide), Jo und Gerhard
sowie nicht auf dem Foto Stefan (Fotograf), Mats und Simi

Zehn wackere Reisende haben aus der Tour ins hochalpine Wallis trotz des schlechten Wetters das Beste gemacht: einige eher kürzere Flüge gepaart mit diversem Alternativ-Programm. Durch 3 Verlängerungstage im Anschluss an die eigentliche Ausfahrt kamen zumindest die 3 Piloten, die so lange „durchgehalten“ haben, dann auch fliegerisch auf ihre Kosten. Ansonsten genossen wir die entspannte Atmosphäre am Campingplatz in Ritzingen mit diversen Boule-Partien, abendlichen Lagerfeuern, Rösti und Käsefondue.

Zu Tourbeginn am Samstag flogen Arndt und Wolf in Rekordtempo vom Kühboden nach Fiesch. Dem Rest der Gruppe schienen die Bedingungen daraufhin zu „rasant“ zu sein, weshalb sie am Boden blieben.

Am Sonntag erlaubte der hohe Druckgradient in Fiesch keine Flüge, weshalb Vercorin angesteuert wurde. Leider war es allerdings auch dort zu windig und überdies entpuppte sich der Landeplatz als Baustelle.

Glücklicherweise ließ sich am Montag endlich fliegen und auf Strecke gehen. Michael und Wolf flogen – nur von wenigen Segelfliegern und Drachen umgeben – bis zum Grimsel und zurück. In die entgegengesetze Richtung talabwärts wurde auch die Riederalp und Belalp angeflogen.

Am Dienstag zogen die Wolken auf Campingplatzhöhe. Das feuchte Wetter lud zum Pilzesammeln ein. Das gemeinschaftlich verspeiste Pilzgericht forderte keine Opfer, doch die auch für die nächsten Tage nicht gerade hoffnungsfroh stimmende Wetterprognose führte zu ersten Absetzungsbewegungen von Tour-Teilnehmern.

Am Mittwoch scharrte Mats schon um 7:30 Uhr mit den „Fliegerhufen“, konnte aber so früh noch keine Mitstreiter zum Fliegen motivieren. Die niedrige Basis ließ selbst ihn recht früh zurückkehren. Gegen Mittag fuhr ein Teil der Gruppe mit der Seilbahn bei Bellwald hoch auf 2500 m, während Wolf nochmals vom Kühboden flog. Die Bedingungen waren anspruchsvoll bis leicht grenzwertig, so dass es bei kleineren Flügen nach Ritzingen beziehungsweise Fiesch blieb. Aufgrund des mit einer Regenwolke plötzlich aufgekommenen starken Windes (>50 km/h in der Höhe) gab es noch eine so nicht geplante Außen-Top-Landung in unwegsamem Gelände auf ~2000m oberhalb von Reckingen. Der 1 ½ stündige Abstieg zu Fuß war noch ein weiteres sportliches I-Tüpfelchen und wurde mit Bravour gemeistert.

Donnerstag war es richtig nass, weshalb wir einen Ausflug nach Brig unternahmen. Auch am Freitag regnete es und wir ließen es uns in der Thermal- und Wellnessoase in Brigerbad mit Baden und Sauna gut gehen.

Trotz sonnigem Wetter standen am Samstag niedrige Basis und starker Wind aus N ebenfalls dem Fliegen entgegen, aber immerhin ließ sich eine Wanderung im Obergoms unternehmen.

Sonntag und Montag herrschten dann endlich gute Bedingungen mit Thermik, sodass die Fiesch-typischen Streckenflüge unternommen werden konnten. Am Dienstag verabschiedeten wir uns von der diesjährigen Fiesch-Tour und konnten auf der Rückfahrt in Engelberg vom Brunni noch sehr eindrückliche Flüge bis auf über 3500m geniessen.

Auch wenn uns in diesem Jahr kein „Hammerwetter“ vergönnt war, werden wir Fiesch im kommenden Jahr gerne wieder fliegerisch beglücken.

 


Bilder gibts hier oder siehe Album 2017.