Retterwerfen - wo ist der freie Luftraum?

Geschrieben von Lorenz.

19 PCS-Mitglieder trafen sich in der Turnhalle, von 14 bis 17 Uhr sollte das Seminar dauern. Wie die Jahre zuvor trafen wir uns in Dürnau in der Kornberghalle. Klaus Irschik nennt es auch ein 'Training', da wir das mehrmals üben, unser Rettungsgerät möglichst kontrolliert und effektiv auszulösen.

Das Seminar begann mit einem ca. einstündigen Theorie-Teil, in dem wir erst mal was über die Entwicklung der Rettungsgeräte und den Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten (z.B. steuerbare Retter) erfuhren. Wann entscheiden wir, die Rettung zu werfen? Wie werfe ich? Wohin werfe ich die das Päckchen? Was mache ich danach mit meinem Hauptschirm? Wie oft packe ich das Gerät? Wie wirkt sich das längere Nicht-Packen aus, usw.
Währenddessen hat Diddi die Rettungsgeräte in unseren Gurtzeugen mit Bändern umspannt, damit sich die Rettung beim Werfen nicht öffnet. Dadurch ist es möglich, das Päckchen nach dem Wurfversuch gleich wieder für den nächsten Durchgang einzupacken.
Die Praktische Durchführung ging dann Reih-um. Einhängen in die Aufhängevorrichtung mit simulierten Bremsschlaufen. Mit maximaler Schaukel- und Drehbewegung sollten wir dann beim Pendeln auf Kommando in Richtung Fußballtor werfen. Nicht einfach, wenn man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Bei zweiten oder dritten Versuch hat es aber dann bei Jedem geklappt. Der erste Versuch hat aber gezeigt, dass im wirklichen Notfall NICHT JEDER gleich seinen Rettungsgerätegriff gefunden hätte. Liegt voll im statistischen Mittel, meinte Klaus. Bei mir ging beim zweiten Versuch die Rettung nicht mehr raus - ich meinte, den Griff einfach von links nach rechts versetzen zu können, ohne das Gerät nochmal aus- und wieder einpacken zu müssen. Dadurch war der Splint in die falsche Richtung fixiert. Beim dritten Druchgang konnte dann die Rettung ohne die Sicherung mit Bänder geworfen werden. Dadurch kam dann der komplette Rettungsschirm raus. Wer wollte, konnte gleich sein Rettungsgerät fürs Packen (30€ Pack-Gebühr) da lassen. Einige haben den Termin auch gleich genutzt, um den Gleitschirm für den Check mitzubringen. Somit muss man dann nur noch das Rückporto bezahlen oder man holt den Schirm dann wieder selbst ab.
Gegen 16:30 waren dann Alle dreimal mit dem Wurftraining durch. Die anschließende Nachbesprechung hat dann gezeigt, dass es eine sehr wichtige Veranstaltung zur Vorbereitung auf die Flugsaison war.

Lorenz Datz - Sicherheitsbeauftragter


Bilder gibts hier oder siehe Album 2018.