JHV 2019

Einladung zur Jahreshauptversammlung des 1. Parafly-Club Schwaben e.V.

Am Freitag, dem 5. April 2019 um 19:00 Uhr findet die diesjährige Jahreshauptversammlung statt.

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Luftspaziergang, Salzburger Nockerl und die Rache der Doppelhunde

Geschrieben von Maria.

Teilnehmer: Edgar, Michael, Simone, Bernd, Dorette, Ecki (TO), Maria
Nicht auf dem Foto die Teilzeitteilnehmer Bernd, Karin und Wolfgang

Sie haben es wieder getan! Zum zweiten Mal begab sich dieses Jahr ein Trüppchen aus neun wackeren PCSler zum gepflegten Wolkenknuddeln nach Zell am See ins fast schon kitsch-idyllische Pinzgau.

Die bereits bestens PCS-erprobte Pension Schmittental hatte inzwischen den Besitzer gewechselt, doch das neue Gastgeber-Pärchen Katrin und Rudi erwies sich als mindestens ebenso herzlich, lässig und fliegerfreundlich wie seine Vorgänger: Wir wurden mit opulentem Frühstück verwöhnt, abends sogar mit Cocktails versorgt und genossen die riesige Terrasse mit neuen Hightec-Sonnenschirmen und Heizpilzen für kühlere Frühsommernächte. Man spürt die Gastro-Erfahrung der Hausherren, gehört ihnen doch die halbe Party- und Kulinarikmeile in Zell am See Stadt. 

Gleich die ersten Tage boten feines Flugwetter: Zwar machte richtungsunschlüssiger Wind gelegentliche Karawanen von Start- zu Startplatz notwendig oder ließ herrenlose Schirme meterhoch im Dust-Devil tanzen, doch da die Schmittenhöhe mit bequemen Abflugmöglichkeiten für (fast) jede Windrichtung aufwartet, bekam früher oder später jeder PCS-ler Luft unter die Sohlen. 

Spätestens der Mittwoch ermöglichte allen einigermaßen Thermik-Resistenten die Vollendung des sogenannten „Pinzgauer Spaziergangs“: einmal den Pass Thurn knutschen und wieder zurück – und dabei ohne Höhenverluste gut 40 Flugkilometer verbraten... schön war’s! Und wer sich doch einmal auf halber Strecke im Tal versenkte, trampte mit attraktiven Österreicherinnen oder gondelte mit idyllischen Bimmelbähnchen zurück nach Zell am See.

 Einziges Fluggebiets-Manko ist, dass zwischen Landeplatz und Bergbahn einige Kilometer liegen, die wahlweise mit Bus und Bus oder Zug und Bus bewältigt werden wollen. Dafür sind - in der *Vorsaison* - mit der Pinzgau-Card (Achtung: nur in ausgewählten Unterkünften inklusive!) täglich unbegrenzt viele Bergbahnfahrten enthalten – plus diverseste Eintritte zu Sehenswürdigkeiten, andere Transportmittel und Erholungsangebote wie Strandbäder und Schifffahrten. Auch für Nichtflieger ist hier also reichlich geboten!

Dank gewaltigem Landeplatz, stellt die Flugverbotszone, die erst ein spätes Einfliegen –300 Meter über Grund! – ins Tal erlaubt, übrigens kein Problem dar.

Nur zwei von sieben Tagen erwiesen sich wegen Gewitterneigung und/oder starkem Wind als gänzlich unfliegbar, doch die wackeren PCS-Energiebündel schwärmten zu mannigfaltigem Alternativprogramm aus: Da wurde waghalsig einer der Kapruner Hochgebirgsstauseen erklommen, auf den ein Klettersteig führt, oder sein Innenleben bei einer geführten Tour erkundet, wurden die malerische Siegmund-Thun-Klamm durchschritten und Germknödel auf dem 3.029 Meter hohen Kitzsteinhorn verzehrt, Pass-Straßen mit dem Motorrad hochgebrettert, die Gedenkstätte des Kaprun-Unglücks besucht oder Aquarelle auf der 4-Seen-Kunstwanderung angefertigt.

 Vom Café in Zell am See konnte unter den Schicki-Micki-Touris der Trend beobachtet werden, zwei komplett baugleiche Hunde auszuführen, was manche Tourteilnehmer an den Rand des Ich-sehe-doppelt-Wahnsinns trieb.

 Abends wurde einhellig der Pinzgauer Kulinarik gefrönt. Die Schlacht gegen das (einzelne!) watzmanngroße Salzburger Nockerl im Steinerwirt (www.steinerwirt.com) konnte auch dieses Jahr und unter vollstem Einsatz von sechs hungrigen PCS-ler-Mägen nicht siegreich geschlagen werden – Wetteinsätze für das kommende Jahr können ab sofort eingereicht werden...

 Am vorletzten Abend warf Hausherr Rudi Grill und Smoker an – denn für die Nachbarn sollte sowieso in 20-stündiger Garung ungefähr ein LKW voll Pulled Pork entstehen. Als angenehmes Nebenprodukt sprang für die PCSler dabei ein veritables Festmahl mit verschiedensten Steaks, Spare Ribs, gegrilltem Lachs, Ofenkartoffeln, Grillgemüse und leckerer selbstgemachter Saucenauswahl heraus. Gerne wieder ;-)!

Eine echte kulinarische Entdeckung war am Abschlussabend außerdem das – erst 2017 in neuem, stilvollen Glanz wiedereröffnete – Kraftwerk. Dass gutes Essen und guter Wein wirklich glücklich machen, konnte in einhellig selig glänzenden PCS-ler-Augenpaaren abgelesen werden. Hier wird nicht nur sündhaft lecker gekocht, sondern werden auch mit viel Liebe und Charme beinahe ausschließlich lokale Produkte kredenzt. Ein absolutes Genießer-Muss!


Bilder gibts hier oder siehe Album 2018.