Annecy - fast perfekt

Geschrieben von Martin.

Teilnehmer: hinten: Antonio, Matthias, Philipp, Martin F.,
vorne: Reiner, Martin (TO). Plus Kathrin, die am See war.

7 Tage und 7 Nächte kein Tropfen. Nachts immer zweistellig, tagsüber immer >25 Grad.
Trotz starkem Nordostwind jeden Tag hoch, lang und weit geflogen.
Was will man mehr cool

Es gibt tatsächlich noch PCS-Touren, bei denen jeglicher Flughunger mehr als gestillt wird. 4 Fluggebiete (Forclaz, Planfait, Col de l'Epin, Entrevernes), Seerunden (auch komplett geschlossene) mit funktionierender Aufzugskante/Rolltreppe, Tournette-Anflüge bis auf 2.200 m, Lafonette- (das ist der Felsklotz südlich der "Zähne") und Dents-Überhöhungen, ein Ausflug vor nach Annecy (dem allerdings eine Landung auf einem regulären LP verwehrt blieb), dazu bei jedem ungefähr soviel Stunden wie Flüge (8-10).
Also, viel zu nörgeln gibt es wirklich nicht. smile

Die Tour hätte mehr Teilnehmer verdient gehabt und auch locker vertragen. So musste der Stadtmobilbus und ein Pagan kurzfristig storniert werden (beides ging zum Glück kostenlos über die Bühne) und die Autologistik etwas umkoordiniert werden. Auch die Essens- und Schlafvorlieben waren schon sehr weit gestreut. Da gibt es durchaus Optimierungspotenzial wink


Bemerkenswert ist, dass wir trotz schlechten bis unfliegbaren Prognosen bzw. auch real vorhandenem eigentlich ungünstigen und dazu noch zu starkem (NO-)Wind täglich zu richtig guten langen Flügen kamen.
Entrevernes entpuppte sich als Morgenflugalternative zu Marlens. Nicht wegen des überregionalen NO-Windes. Der kommt dort gar nicht an, es dominiert schon sehr früh das normale Nord-Seewindsystem. Aber von 10:30 bis kurz nach 12 Uhr kann man dort wirklich gut (Lee-)Thermik-Fliegen. Voraussetzung ist allerdings, dass keine Gruppe am winzigen Schneisenstartplatz ist, von der dann jeder Teilnehmer erstmal 5 bis 10 Min auslegt, Leinen sortiert und dann auf gaaanz idealen Wind wartet yell

Das Fluggebiet inkl. Aufzugskante geht auch spätnachmittags noch richtig gut. Einmal fuhren wir erst um 17 Uhr hoch, starteteten so gegen 18:15 Uhr und landeten nach 1.5 bis 2 erlebnisreichen Stunden.  Während eines Abendessens auf der Terasse des Restaurants Pricaz am Forclaz-Pass hatten wir durchgehend Flugprogramm. Als "Dessert" gönnten wir uns dann das Hochlaufen zum Startplatz inkl. Schirmen und konnten dann tatsächlich deutlich nach 21 Uhr bei Nullwind (vorwärts) starten.

Aus einem vermuteten reinen Geländebesichtigungstermin in Malrens / Col de l'Epin wurde völlig überraschend ein Flugtag mit bis zu 500 m Startplatzüberhöhungen und fast für alle einer Stunde Airtime. Tagelang wolkenloser Himmel ist eben doch kräftig genug, um Nordostwind zu kompensieren.


Zwei überaschende Nicht-Flieger-Anmerkungen: der Campingplatz war rammelvoll! Einige SiTr-Teilnehmer wollten ne Woche verlängern. "Sorry, complet, n'a pas du Pagan ou Mobilhome"! D.h. diese letzte Vorsaisonwoche ist eben leider *kein* Geheimtipp mehr. Entsprechend viele Piloten waren auch an den Startplätzen und in der Luft. Z.T. war das nicht mehr lustig.
Für 2019 sind damit frühzeitige (bis Ende März!) verbindliche Anmeldungen zwingend!
Der Campingplatz wird auch runderneuert. Statt Festzelten (Holidéoles und Pagans) gibt es immer mehr neue Mobilhomes, der Bereich rechts/südöstlich vom Eingang wird komplett um- und verbaut. Da entstehen mehrere Gebäude und ein Aktivitätenbereich. Das kostet weitere 40 Zelt-/WoMo-Stellplätze und wird sich garantiert auch in den - aktuell noch guten - Vorsaisonspreisen niederschlagen.


Bilder gibts hier oder siehe Album 2018.