Fotowettbewerb 2018

Liebe PCS-Mitglieder,

die Flugsaison 2018 neigt sich nun langsam, aber sicher dem Ende zu. Bestimmt habt Ihr Eure Handys und Kameras voll mit Bildern, in denen Ihr außergewöhnliche Situationen, interessante Perspektiven, besondere Orte oder stimmungsvolle Momente eingefangen habt.

Lasst uns alle daran teilhaben und schickt uns Eure schönsten Fotos vom Gleitschirmfliegen!

Die ersten drei Gewinner-Fotos dürfen sich auf eine kleine Überraschung freuen!

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Fassatal - wieder ein Saison-Highlight

Geschrieben von Martin.

Teilnehmer v.l.n.r. hinten: Martin (TO), Reiner, Chris, Arthur, Wolf, Joachim
vorne: Philipp, Armin, Diethard, Daniel, Frank, Klaus, Stephan

Seit Jahren das erste Mal kein Tag mit Schneefall, stattdessen trockenes Spätsommerwetter mit angenehmen Temperaturen, *tägliches* Fliegen, Erweitern vieler persönlicher Erwartungshorizonte, wie immer super Unterkunft (Lage, Ausstattung, Kosten) und ... keine Unfälle. Mehr geht fast nicht.

Ein Vorteil des Internets ist, man kann solange diverse Wetterdienste duchschauen, bis man einen findet, der gute Bedingungen vorhersagt. Und genau dem glaubt man dann :-). Im Ernst, durch die räumliche Nähe zu in der Woche sich fast täglich ändernden diversen wetterbestimmenden Aspekten (Fronten, Tiefs/Hoch)  galt diesmal der Spruch "Das Wetter wird am Berg gemacht" ganz besonders.

Unterm Strich waren fast alle Vorhersagen zu negativ. DHV z.B. sagte "späte, kaum bis mäßige Thermik" voraus, real ging es schon ab späterem Vormittag richtig gut. Die 3.000-er-Marke wurde täglich von fast allen geknackt, öfters ging es deutlich weiter rauf (bis über 3.500 m).

Markant war der Wechsel der Windrichtungen: Südwest, West, Nordost, Ost ja sogar einmal echt Süd veränderten die fliegerischen Randbedingungen immens stark. Etwas mehr West als SW oder NW führen z.B. dazu, dass der gesamte Bereich östlich der Rodella-Bahn, also dort wo sonst die Hausbärte stehen, zum flächendeckenden (massiven!) Lee-Sink-Gebiet wurde. Wenige Grad Änderung in der überregionalen Windrichtung können tolle Aufwindkanten (etwa die vom Belvedere zum Fedaia-See) unvermittelt zu Abwindfallen machen. Vom TO als sichere Hausbärte avisierte Stellen trugen gar nicht!
Es geht aber auch umgekehrt: von der Rodella zum Sella-Massiv mit nur 100 m Höhenverlust. Oder am eigentlichen Langkofel, also ganz im Nordosten der gleichnamigen Gruppe, gleichmäßig aufsoaren. Oder "hinten im Loch" hoch zum und über (!) den Piz Boe oder Abflughöhe Plattkofel nur knapp 2.900 m, aber Ankunft beim bzw. weit überm Rosengarten mit 3.300 m.
Ständige Frage bei den Meisten war: wo kommt der Wind eigentlich gerade wirklich her? Auf welche Flanke soll ich fliegen? In vielen Fällen half Probieren statt Studieren :-)  (ok, manches Probieren brachte dann aber doch keinen Erfolg.)

Fakt ist: wir "mussten" keinen Touri-Tag einlegen. Der Standard-Besuch des auch für Fussgänger immer wieder beeindruckenden Piz Pordoi mit Anmarsch über Belvedere und Bindelweg fiel diesmal für den fliegenden Teil der Gruppe ebenso aus wie der Weg von der Rodella zur Plattkoffelhütte entlang des Südfusses der Langkofelgruppe. Ebenso konnten (mussten :-) ) wir es nicht nutzen, dass der im - 2018 leider deutlich teurer gewordenen - Panorampass enthaltene Lift vom Lago di Fedaia hoch Richtung Marmolada-Gletscher in der Woche noch in Betrieb war.

Das fliegerische Können der Gruppe ermöglichte die Erfüllung von vielen persönlichen (Traum-)Erwartungen. Über die Hälfte der Truppe war auf der Marmolada-Südwand, 4-5 überflogen diese sogar. Spektakuläre mehrstündige Flüge über die Gipfel der Langkofelgruppe, Sella, Pordoi und in den Rosengarten waren für fast alle drin. Auch mal vom Belvedere bis weit hinter (östlich!) den Fedaia-See oder mit über 3.200 m von der Marmolada nach Südwest ins San Pellegrino-Tal und dort weiter bis Moena.

So wie das Flugkönnen der Dolo-Teilnehmer stetig steigt, nimmt allerdings auch der Grad der individuellen (Sonder-)Wünsche Jahr für Jahr zu. Hier einige Stichworte dazu: späte, gaaanz späte oder gar keine Anmeldungen, kurzzeitige Absagen, spätere Anreise, frühere Abreise, Einzelbett wegen Körpergröße oder Schlafgewohnheiten, "Was, hier gibt es keine (deutsche) Kaffeemaschine?", "Fahrgemeinschaft? Ich doch nicht", "Warum muss mein Auto raus aus der Tiefgarage?", "Heute bitte keine (oder 3 oder andere) Brötchen", "Funk, wozu?" (Anm: es gibt da seit Juli 2018 einen Pflicht Notfall-Kanal, PMR 6/16 ... ), "Zusammen kochen? Nö, nicht mit mir. Lieber, trotz gut ausgestatteter Küche inkl. Spülmaschine, täglich in ne Pizzeria gehen". 

Der umfassende Erfolg der 2018-er Tour erzwingt quasi das erneute Anbieten der Dolo-Tour auch in 2019.


Bilder gibts hier oder siehe Album 2018.