JHV 2019

Einladung zur Jahreshauptversammlung des 1. Parafly-Club Schwaben e.V.

Am Freitag, dem 5. April 2019 um 19:00 Uhr findet die diesjährige Jahreshauptversammlung statt.

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Südafrika mit ItzeFly

Geschrieben von Wolfgang R..

Wolfgang (TO), Hans-Peter. Nicht auf dem Foto Gerald.

Mitte Dezember ging es für uns PSC-Flieger Wolfgang, Hans-Peter und Gerald endlich auf die große Gleitschirmreise nach Südafrika.

Lange im Vorfeld hatten wir uns schon darauf gefreut, dem schmuddeligen Winterwetter zu entfliehen und bei sommerlichen Temperaturen in die Luft zukommen. Endlich in Kapstadt angekommen nahm uns nicht nur der afrikanische Sommer, sondern auch unser Guide Friedrich Mairitsch (alias Itze) in Empfang.

Die erste Station führte uns nach Hermanus. In Hermanus kann man nicht nur Wale und Pinguine beobachten, sondern auch wunderbar fliegen. Leider meinte es der Wettergott nicht so gut mit uns. Zwar gab es schönstes Sommerwetter, jedoch war der Wind leider zu stark. Also wurde die Zeit zum akklimatisieren genutzt.

Nach zwei Tagen ging es weiter nach Wilderness. Wilderness ist sehr vielen Gleitschirmfliegern ein Begriff. Neben einem angenehmen Seeklima, bietet Wilderness einen atemberaubenden Strand, tolle Restaurants und einfach ein lässiges Lebensgefühl. Die kilometerlange Paradise Ridge und die Map of Africa ermöglichen Soaring vom Feinsten. Nicht weit entfernt ist Sedgefied. Das Fluggebiet ist ein wahres Wunderpaket. Trotz geringer Höhe lassen sich hier stundenlange Thermikflüge machen. Optimal ist das Gelände auch um Toplanding zu trainieren. In Wilderness verbrachten wir eine gute Woche und waren jeden Tag in der Luft. Stundenlanges Soaring lässt die Gesichter grinsen. Außerdem lädt der Strand zu ausgiebigen Spaziergängen und zum Groundhandeln ein. 

Nachdem wir eine Woche Wilderness genossen hatten, machten wir uns auf den Weg in das Streckenflugeldorado Porterville. Porterville hat viele Felder und zeichnet sich durch eine trockene Hitze aus. Als wir dort waren, zeigte das Thermometer jeden Tag konstant 40 Grad an. Wir waren um die Klimaanlage im Hotel sehr dankbar. Bevor es für uns zum Startplatz ging, haben wir uns in der Flyers Logde eine ausführliche Einweisung in das Fluggebiet geben lassen. Diese Einweisung ist für jeden, der in diesem Fluggebiet auf Strecke gehen möchte wirklich zu empfehlen, da das Fluggebiet schnell sehr anspruchsvoll werden kann. Auch interessant ist, dass die Thermik teilweise nicht am Berg, sondern im Flachland zu finden ist. Wer auf Strecke geht, sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld über die Rückholung Gedanken machen und am besten jemanden dabei haben, der als Abholer fungiert. Empfehlenswert ist auch genügend Wasser mitzunehmen, da man unter Umständen einige Kilometer in der Hitze laufen muss, bevor man an eine Straße kommt, an der man eingesammelt werden kann. Dies macht eine gute Flugplanung erforderlich. Unseren Gruppenrekord hält Gerald, der fast sechs Stunden in der Luft war.

Leider geht auch der schönste Urlaub mal zu Ende. Bevor es für uns zurück in das winterliche Deutschland ging, haben wir uns noch einen Tag in Kapstadt gegönnt. Sightseeing im Schnelldurchlauf. Im roten Doppeldeckerbus sammelten wir Eindrücke von dieser multikulturellen Stadt. Eine Fahrt auf den Tafelberg, einem der ältesten Berge der Welt, musst natürlich noch sein.

Wir waren fast jeden Tag in der Luft, was wir unserem Guide Itze zu verdanken haben. Itze hat so etwas wie einen eingebauten „Flugsensor“ - wenn es irgendwo fliegbar ist, findet Itze den passenden Startplatz. Der Urlaub hat unsere Erwartungen übertroffen. Das Land, die Leute, die Fluggebiete und die kulinarischen Genüsse. So lässt sich der Winter für einen Gleitschirmflieger erträglich machen. 


Bilder gibts hier oder siehe Album 2019.