Marokko - Dem Winter entfliegen

Geschrieben von Holger.

Teilnehmer v.l.n.r.: Sergej (Gast), Peter, HaJo, Ewald, Chris, Mathias (TO),
vorne: Hans, Holger

Auch bei der riesigen Auswahl an PCS-Ausfahrten gibt es immer mal wieder etwas Neues.  Mal wieder war der PCS in Nordafrika zu Gast. Die Heimat von Ali Baba und Sinbad dem Seefahrer war das Ziel.

In Marrakesch begrüßte uns mit Hamid nicht nur unser Guide der kommenden Woche sondern auch der amtierende Akro-Meister der Marokko Air Games. Vom Flughafen ging es noch vor Bezug der Unterkunft zum Startplatz in Arguegour. Als die Sonne schon langsam hinter den dem Atlasgebirge vorgelagerten Hügeln unterging starten wir zu unserem ersten Flug. Da das Tal noch schön trug, blieb uns gar nichts anderes übrig, als im Dunkeln zu landen ;-)
Auch am Folgetag hatte jeder schöne Flüge im „Allgäu Marokkos“, bevor wir uns am 3. Tag über Agadir auf den Weg an die Küste machten. Nid d´Aigle hieß unser Ziel und der Wettkampf um den längsten Flug begann. Bei strahlendem Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen und wenig Wind zogen wir weiter nach Legzira Beach, wo anstatt langem Soaring umso mehr Panaroma- und Genussflüge mit Strandlandungen auf der Tagesordnung standen.
Unsere Karawane zog weiter ins rund 200 km entfernte Tafroute. Dort im Atlasgebirge hatten wir nun den Wind, den wir an der Küste vermisst hatten. Endlich konnten wir die gesamte Bergkette abfliegen und Talsprünge wagen, bis uns wieder mal das Licht ausging. Die verbleibenden beiden Tage haben wir dann an unserem Ausgangspunkt in Aguergour verbracht, wo unsere fliegenden Teppiche die Kinder der Bergdörfer zum Jubeln brachten.
Insgesamt hatten wir in einer tollen Truppe eine geile Woche mit über 100 Flügen und rund 60 Stunden Airtime. Marokko überraschte uns mit hervorragenden regionalen Speisen, netten Menschen aber auch kalten Nächten in den z. T. nach unseren Maßstäben recht einfachen und ungeheizten Hotels. Außer schönen Flügen genossen wir auch eine abenteuerliche Quad-Tour durch die Wüste, orientalische Tänze, wildes Treiben auf dem Markt und aufdringliches Gefeilsche auf dem Bazar. Es bleiben eindrucksvolle und bleibende Erinnerungen aber auch der Wunsch, dass diese Tour nicht die letzte Ausfahrt in das Land von 1001 Nacht war.
PS: Ein besonderer Dank gilt dem TO, der bei der Orga dieser Marokko-Ausfahrt hunderte von Mails mit dem Guide und den Unterkünften vor Ort aber auch mit den wissbegierigen Teilnehmern mit unzähligen Sonderwünschen wechselte. Darüber hinaus gelang ihm, wenn zwischenzeitlich auch durchaus kurz vor dem Verzweifeln :-), eine Gruppe mit 3 verschiedenen Ankunfts- und 4 unterschiedlichen Abflugzeiten koordiniert zu bekommen – Schukran Madro !!


Bilder gibts hier oder siehe Album 2019.