Norma - Woche ganz ohne Touri-Programm

Geschrieben von Martin.

Teilnehmer v.l.n.r.: Edgar, Martin (TO), Markus Wa., Markus Wo., Dietmar, Reiner

In der mit über 20 Tschechen rammelvoll belegten Unterkunft konnten 6 Betten für PCS-ler ergattert werden. Durch Öffnen eines eigenen Raumes für uns sowie aktives Belegen von Schneidbrett und Gasflammen kam die PCS-Minderheit aber zum Glück nicht unter die Räder :-)

Über Mittel-Italien lag ein riesiges flaches und fast ortsstabiles Tief. Die polnische Gruppe, die die Woche vor uns dort war, war fast nicht zum Fliegen gekommen. Auch unser erster Tag, Sonntag 13. April, begann mit Regen und nicht gerade Italien-Frühlings-typischen Temperaturen von gerade mal 15 Grad. Hätten wir doch um das Anwerfen der Heizung gebeten!
Am Nachmittag wurde es trocken, aber es hatte heftigen Wind. Trotzdem brachen gegen 16:30 Uhr einige mutige Tschechen zum Startplatz auf. Uns war das weiterhin zu böig. Die Tschechen flogen dann ab 17:10 Uhr hoch überm Start rum. Wir hätten auch noch nach Norma fahren können, entschieden uns aber aufgrund der späten Tageszeit dagegen. Das stellte sich als Fehler raus. An dem Tag ging es bis weit nach 19 Uhr. Und es wurde stetig ruhiger und besser. Das sollte zum Glück unser einziger Nichtflugtag gewesen sein.

An den nächsten Tagen wehte der überregionale Wind zwar meist aus Süd und sogar aus Südost, die Wolken zogen in 1700 m überm Start 180 Grad von hinten drüber, aber das lokale System erlaubte nicht nur Starts sondern auch gute thermische Flüge bis über 1.400 m (Starthöhe 440 m). Es wurde fast ausschließlich topgelandet oder abends die gut 5 km (über unlandbares Gelände!) nach Sermoneta heimgeflogen, meist verbunden mit höchst angenehmen 15-20 Minuten Sermoneta-Soaring über unserer Unterkunft.

5-mal Selberkochen (jeweils mit zugehörigem ausführlichen gemeinsamen Shopping), dreimal Essengehen, ausgiebigstes Parawaiting, keine Notwendigkeit für irgendwelche Ausflüge (ans Meer, nach Rom, in Küstenstädte), super entspannte staufreie Heimfahrt der 4 PKW-Fahrer (am Ostersonntag), ordentliche Flugausbeute, keine Schäden an Mensch oder Material, was will man mehr.

Norma 2020, wir kommen definitiv wieder.

Gelernt wurde: Einchecken mit Packsack, was in STR meist Sperrgepäck bedeutet, sollte spätestens 60 Min vor Boarding erfolgen sonst bleibt der Packsack einen Tag länger in Stuttgart liegen.
Und dann auch die Erkenntnis: hinter einer Geländekante geht der Gleitwinkel in den Keller und es bleibt dann evtl. nur ein Baum plus Fussmarsch als Option.

Bilder gibts hier oder siehe Album 2019.