Bregenzer Wald - mehr Ski als Fly (14.-17.3.)

Geschrieben von Rainer.

Teilnehmer v.l.n.r.: Jürgen, Hazel, Markus F., Peter, Robert, Steffen (TO), Rainer (Bericht)
                            plus Markus W. (Fotograf) und Bodo

Ganz so stürmisch hätte uns der Bregenzer Wald nun auch wieder nicht zu begrüßen brauchen….!
Für unseren ersten Skitag hatten wir uns das Skigebiet am Hochtannbergpass ausgesucht, weil Niederschlag bei relativ milden Temperaturen angesagt war. Dieses am höchsten gelegene Skigebiet im „Wald“ würde uns am ehesten vor Regen und nassen Klamotten schützen, dachten wir uns.

Dass dort oben dann nur ein Lift in Betrieb war, empfanden wir als unfreundliche Begrüßung. Bei der ersten Abfahrt erkannten wir dann schnell, dass das Ganze mehr mit Survivaltraining denn mit Skispaß zu tun haben würde. Mit abnehmender Höhe ging der starke Schneefall in Schneeregen über, und zu sagen, dass es windig war, wäre stark untertrieben. Die Community, die sich das antat, war entsprechend übersichtlich. Nach der ersten Abfahrt scherten auch zwei von uns in Richtung des Lokals bei der Talstation aus und nach drei Abfahrten waren wir dort – ziemlich durchnässt – wieder vereinigt und trugen zur Umsatzsteigerung der Lokalität bei.

Als um halb zwei Uhr auch der letzte Skilift den Betrieb einstellte, war uns die Entscheidung abgenommen, wie dieser Tag für uns weitergehen sollte. Mit dem Skibus fuhren wir zurück nach Schoppernau, wo Steffen für uns ein gemeinschaftliches Quartier (mit herrlicher Aussicht auf die Bergwelt und den Ort) gefunden hatte.
Ein Blick auf die Windanzeige an der Talstation der Diedamskopfbahn verriet uns, dass der Wind auf dem „Didi“ inzwischen mit 99 km/h blies.
Am Abend trösteten wir uns mit einem guten Essen in den Jägerstuben.

Am nächsten Tag (Samstag) empfing uns stahlblauer Himmel. Der Wind war deutlich schwächer geworden, aber für einen Flug immer noch zu stark. Nix wie los nach Damüls!
Anders als am Vortag, an dem nur die sehr Mutigen und die total Verrückten auf der Piste waren, war der Andrang der Brettlnfans heute enorm. Durch geschickte Pistenwahl konnten wir unsere Anstehzeiten an den Liften aber in Grenzen halten.
Am Nachmittag wechselten wir auf die Mellauer Seite des seit wenigen Jahren vereinigten Skigebiets. Für die in Damüls startenden Skifahrer empfiehlt sich ein antizyklisches Verhalten: Weil das Gros der Skigemeinde seinen Wagen nun schon in Mellau parkt und mehrere Auf- und Abfahrten benötigt, um per Ski auf die Damülser Seite zu gelangen, sind die dortigen Pisten bis etwa 11 Uhr relativ leer. Am späten Vormittag sollte man als „Damülser“ aber auf die Mellauer Seite wechseln, die inzwischen wenig befahren wird. Wenn die „Mellauer“gegen 15 Uhr das Damülser Gebiet wieder räumen müssen, um zurück zu ihrem Auto zu kommen, kann man in Damüls wieder gut Ski fahren.
Nach reichlich Pistenkilometern haben wir uns an diesem Tag die empfehlenswerte Pizza in der Cucina della Nonna in Schoppernau verdient.
Auf dem Parkplatz beim Gleitschirmlandeplatz Schoppernau wurde am Abend noch ein großes Feuer abgebrannt, mit der Intention, den Winter zu vertreiben. Unterstützt wurde dies bis in die späte Nacht mit stark bassbetonter Musik, die auch innerhalb unseres Gebäudes nicht ohne Erschütterungen blieb.

Am Schlusstag ging es auf unseren Hausberg Diedamskopf. Bei der Auffahrt – wieder bei strahlend schönem Wetter – wurden wir von einem Gleitschirm überflogen. Bei der Ankunft auf dem Berg war dann aber schnell klar, dass der Pilot einen kurzen günstigen Moment erwischt haben musste, um starten zu können. Die für den Nachmittag angesagte Kaltfront schickte ihre Boten schon voraus und so fand der genannte Flieger keine Nachfolger. Wir beschränkten uns auf unsere zwei Bretter und gaben uns dem Sulz hin, der bei milden Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung leider nicht ausbleibt.
Erst pünktlich mit unserer Ankunft im Tal trübte sich der Himmel dann ein und ließ bei der Heimfahrt ein paar Schauer fallen. Steffen und Bodo, der die Tage im Tal verbracht hatte und sich mit Spaziergängen bei Laune hielt (und – solidarisch mit uns Weicheiern – des Nachts in einem richtigen Bett schlief !) reisten weiter gen Levico, um dort endlich in die Luft zu kommen.