Meduno - gut, schleeecht, gut

Geschrieben von Martin.

Teilnehmer v.l.n.r.: Peter, Martin (TO), Philipp, Reiner, Markus

Um dem europäischen Monsunmonat Mai ein Schnippchen zu schlagen, wurde die Tour auf die letzte Maiwoche gelegt, die dort "eigentlich immer" trocken und warm sein soll.

Die Drei, die um 5:30 Uhr, ja, real waren es dann doch wiedermal 15 Minuten später wink, am P&R Platz Esslingen losfuhren, konnten genau das, eben trockenes gut fliegbares Wetter, noch am Anreisetag, ausnützen. Die Aufwinde ermöglichten Flüge bis zu einer Stunde und Toplandungen für alle. Einer verdrehte sich dabei allerdings seinen linken Knöchel und überdehnte Bänder cry
Der Sonntag startete mit einem Frühsommerfrühstück im Garten. Der Tag brachte dann für alle noch flugfähigen Teilnehmer auch jeweils mehrere Flüge ohne die Notwendigkeit, den Schirm auch nur einmal vollständig packen zu müssen oder eines der Autos vom Start- zum Landplatz bewegen zu müssen. Recht einfaches Toplanden, direkt beim Startplatz oder auf dem 130 hm höher gelegenen Gipfelplateau, ist einer der großen Pluspunkte des Fluggebiets.
Die 5%-Hoffnung auf zumindest einen Vormittagsflug am Montag (Regenwahrscheinlichkeit 95%) wurde uns schon beim Frühstück "verwässert". Ok, erstmal alle zusammen ab ins Ospedale ins 30 km entfernte  Spilimbergo um den angeschwollenen und schmerzenden Knöchel begutachten zu lassen. Von Vorteil ist es dazu allerdings, einige Dokumente dabei zu haben. Bei dem Regen sind die 60 km fürs spätere Holen zwar ein recht guter Zeitvertreib, aber Autofahren bei strömendem Regen und sehr tief hängenden Wolken macht eher weniger Spaß und die Schlangen im Wartezimmer sind später auch nicht kürzer ...
Besser Billard spielen, bekannte und auch unbekannte CDs aus der etliche Hunderte umfassenden CD-Sammlung anhören, Kamin anwerfen (die Tageshöchsttemperatur erreichten kaum mehr 15 Grad!), Lesen, Tee trinken. Oder auch Einkaufen und Selberkochen. Ein-zwei Tage kann man so schon angenehm rumbringen. Es wurden dann aber 3 volle Regentage frown   
Den Mittwoch nutzten wir für einen Autoausflug zu drei Stauseen nordwestlich von Meduno. Enge steile Täler, Mini-Sträßchen, mit Urwald überzogene Berge, ein 3 km in den Fels gehauener Tunnel, sehr hohe Staumauern ... sehenswert!

Am Donnerstag waren wir alle zippelig, endlich sollte wieder geflogen werden. Die Gegend hatte 2018 bewiesen, dass selbst heftige Gewitterschauer am Vorabend am nächsten Tag max. eine halbe Stunde später als normal Thermikfliegen erlaubt. 
Am Start angekommen sahen wir erstmal über 20 Autos und Flugschulbusse sowie über 50 Piloten sowie überall rumliegende Packsäcke. Das Tal sahen wir jedoch erstmal nicht. Wir waren voll in der aufliegenden Wolkenschicht. Das wird schon, dachten alle. Ab und an startete auch mal einer in ein 30 Sekunden Wolkenloch. Aber nach 3 Stunden Bibbern im Nebel mussten wir das Handtuch werfen und bedröppelt ohne einen einzigen Flug den Rückweg zur Unterkunft antreten.
Der Besuch der inzwischen schon an die "verrückt früh hungrigen Tedesci" gewohnte Pizzeria del Lago war immerhin ein schöner Tagesabschluss inkl. italienischer TV-Show mit Ab-ins-Loch-fallen und über auf die Tränendrüse drücken (Stichwort "lacrima" reicht :-)) erhaltenen - guten! - Abschluss-Drinks.

Freitag war dann ein sehr guter Meduno-Tag. 3-5 Flüge, alle mit Toplandungen, wurden pro Person gemacht. Bis zu 500 m Startüberhöhung, weit (bis 6 km) nach Osten oder bis 3 km zum Fluss Meduna in die Ebene vor. Nachmittags trug es auch 2.5 km weg vom Hang "überall". Später wurde es ruhiger, aber in dem dann schmaler werdenden Aufwindband waren uns einfach zu viele Flieger in der Luft. So beendeten wir den Flugtag "schon" um 19 Uhr.
Samstag war ein weiterer guter Tag, aber wir wollten weder einen Tag verlängern noch vor der Fahrt nochmal fliegen. Also Abfahrt im "viel zu trockenen" Campone um 10 Uhr. Nach staufreier Fahrt Ankunft am P&R-Platz Esslingen schon kurz nach 17 Uhr.


Bilder gibts hier oder siehe Album 2019.