Nordalpentour unter - über Corona

Teilnehmer: HaPe, Kerstin, Michael und nicht auf dem Bild Gerald (Fotograf, TO) sowie Peter 

Der Schlüssel des Camperglücks lag zu Pfingsten und bei dieser Tour nicht nur an der Reservierung des Campingplatzes. Hauptbestandteil war eine mitgeführte Toilette. Erst dann wurde der Schlagbaum geöffnet.

Kerstin und Lebensgefährte ergatterten am Donnerstag noch einen Stellplatz in Blaichach und konnten den Eigentümer erweichen für die nachkommenden WoMo`s bei Bedarf noch einen Claim freizuhalten. Michael S. und der TO trudelten am Abend ein und suchten sich an der Iller einen ruhigen Schlafplatz (direkt an der Straße ??) während HaPe am Freitag Morgen dazu kam.

Zum Briefing am Freitag Morgen war klar das wir Plan B aus der Tasche ziehen sollten, da Föhn angesagt war. Dennoch waren die Anzeichen für Föhn nicht auszumachen. Schon zum Frühstück kamen die ersten Gleitschirme vom „Mittag" ( dem Hausberg von Immenstadt 1452m). Der Wind, wenn überhaupt einer da war, kam aus NO, blauer Himmel wo man hin sah. Erst später kamen die ersten Cumuli die auch harmlos aussahen. Der Himmel füllte sich weiter mit Gleitschirmen und so ging das den ganzen Tag. Um diesem Phänomen nachzugehen, beschlossen Micha, HaPe und der TO das Ganze von weiter oben zu betrachten und fuhren zum Grünten (Höhe 1738m) der vis-à-vis vom Mittag steht.

Den obersten Parkplatz am Grünten erreicht, packten wir unsere (Wander-)Rucksäcke für die 2 Stunden-Tour nach oben. Weiter unten machte sich Kerstin und Peter bereit für eine Fahrradtour mit Badespaß am See.

Mit ausgedehnten Pausen erklommen wir den Peak des Grünten und hatten eine wunderbare Aussicht Richtung Bodensee und Säntis, Nebelhorn, Forggensee und bayrischem Flachland.
Wenn wir schon hier oben sind konnte ich gleich noch eine Reservierung beim Italiener los werden. Aber zurück zum Föhn. Weder Lentis oder abgeflachte Cumuli noch starker Wind gaben Anlass für Sorge. Denn der konnte sich nicht entscheiden von welcher Seite er blasen sollte. Am Bodensee sah das aber ganz anders aus. Über Social Media wurde mitgeteilt, dass es dort sehr starken Wind mit Schaumkronen auf dem See hatte. Auch am Buchenberg blies der Wind mit 30 km/h. Die Tücke liegt im Detail. Da hatten wir doch ein flauschiges Plätzchen um Immenstadt. Es ging wieder 2 Stunden (zu Fuss) bergab, natürlich mit Bierpause auf der Almhütte, um uns anschließend alle beim Italiener zu stärken. Gegen 20.00h flogen immer noch Einige und HaPe warf ein, dass dieser Berg gern als Abendflugberg genutzt wird.

Am nächsten Morgen standen die PKW Schläfer dann auch in der Nähe des WoMo Stellplatzes (angenehm ruhig), wir hatten ja aus der Misere gelernt, nahmen um 08.30h das Frühstück ein, kamen auch schon die ersten Gleitschirme vom Berg. Wir trauten unseren Augen nicht, denn sie drehten genüsslich auf und machten keine Anstalten Richtung Landeplatz zu fliegen. Von wegen Abendflugberg! Gegen 9:30 Uhr machten wir uns zum Startplatz auf.

Der Landeplatz wurde schon besichtigt, (weiträumig aber etwas turbulent), für die Erstbeflieger gab es noch ein Briefing (Startrichtung NO, NW, S)und so konnten wir zügig in die Luft. Kerstin machte zwei Flüge, und da der Landeplatz 3,5 km von der Bergbahn entfernt ist, ließ sie sich kurzerhand mit dem Quad das Peter geliehen hatte, wieder zur Bergbahn fahren (nochmals DANKE an Peter!). Michael konnte seinen quasi Erstflug in diesem Jahr absolvieren, HaPe und der TO gaben sich eine kleine Challenge wer höher kommt. Nach geglückter Landung Aller und Eintreffen am Stellplatz ließen wir das Wochenende, leider ohne Kerstin und Peter, da nicht abgesprochen, am Wasserskipark ausklingen. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen.

 Jetzt aber nach Hause und Danke an Alle die mitgewirkt haben.

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