Lac d'Annecy - Gelungene Mittsommerausfahrt

Teilnehmer v.l.n.r. Markus, Reiner, Philipp, Martin (TO + Bericht), Sebastian, Ulli (Lokaler Experte :-))
vorne Hans und Dietmar. Einige Tage als Gäste aber nicht auf dem Bild Steffen und Bodo

Schönes trockenes warmes, aber anders als 2019 nicht zu warmes, Sommerwetter, Fliegen (richtig lang, hoch, weit!) an 6 von 7 möglichen Tagen, tolle Gruppe, kaum Corona-Einschränkungen und keine Schäden an Mensch oder Material.  Kurz zusammengefaßt: eine Annecy-Tour vom Feinsten!

Lockere staufreie Anfahrt, keine Kontrollen an den beiden Grenzen DE-CH und CH-FR, frühe Ankunft, trotz Ersteinkauf im Carrefour in Sévrier. Einchecken mit Maske, aber weitgehend "normal" wie immer. Also gleich mal "nur zum Schauen" zum Startplatz Planfait (bei Talloires / Le Perroix).
Schauen reichte einigen dann doch nicht. Der Wind war schon sonderbar aber wenn man schon mal da ist, kann man auch (runter-)fliegen. Von wegen, es ging für Einige schon gut hoch und über ne Stunde lang. Landung dann am Hauptlandeplatz in Doussard. Der Rücktransport der Autos war natürlich vorher abgeklärt.

Am nächsten Tag, Sonntag, erstmal Baguettes gekauft und auf der Terrasse der wirklich empfehlenswerten Mobilehomes mit Zeltwänden, den sogenannten "Lodges", ausgiebig im T-Shirt und mit Sonnenbrille gefrühstückt. Der TO drückte auf die Tube, das Zeitfenster für den kleinen SO-Schneisenstart Entrevernes auf der Westseite des Sees ist nur ne gute Stunde auf (10:30/45 bis 11:45 Uhr).
Der Startplatz ist schon sehr klein. Die Breite läßt rechts und links vom aufsteigenden Flügel jeweils nur 1.5 m Platz. Und in der Länge kann hinter dem gerade Startenden nur ein Schirm vorbereitetet werden. Wir kamen aber alle raus. Auch richtig über die Kante hoch und auch meist wieder über eine Stunde Airtime.

Nachmittags Planfait. Da kann man anders als am Forclaz fast auf den Startteppich drauf fahren und Annecy-Kenner versicherten, dass man von dort aus erstens früher  in die Luft kommt und zweitens auch recht zuverlässig hoch an die Zähne (Les dents des Lafon) hochkommt. Nun ja, auch Experten irren ab und an ... Nicht alle kamen hoch zu den Zähnen. Einige hatten sogar recht langes Parawaiting in den raren aber begehrten Schattenplätzchen bevor sie überhaupt rausstarteten.

Ähnlich war der Tagesverlauf auch die nächsten Tage. Statt Entrevernes versuchten wir auch einmal Marlens / Col de l'Epin. Das hätten wir uns aber sparen können/sollen.

Am Mittwoch besuchte uns Ulli, unser PCS-Annecy-Local (und PWC-Nationalmannschafts-Flieger) und teilte bereitwillig sein Insider-Wissen mit uns. Man kann in Annecy nie genug Infos erhalten. Welcher Berg geht gut, welche Route, Abflughöhen, No-fly Gebiete, Umwege, die manchmal besser gehen als der direkte Weg etc.

Am Donnerstag führte Sebastian 2 weitere Teilnehmer von den Dents an die vorgelagerte Mount Veyrier-Kante die man in der Regel problemlos bis Annecy (und zurück) abfliegen kann. Der TO war schon vorher ohne "Hirt" losgedüst, flog allerdings (zu?) tief von den Dents ab und dann auch unüblich unter Grathöhe nach Annecy vor sowie - auch wieder zu tief - von dort zurück zur NW-Kante der Dents bei Bluffy. Das Hochdrehen zu den Zähnen klappte trotzdem. Leider wehrte sich die Tournette auch an diesem besten Tag gegen einen PCS-Besuch. Dafür ließ die Jahreszeit mit Sonne bis 21:30 Uhr sehr späte Nachmittags- bzw. Abend-Flüge zu.

Alle kamen fliegerisch auf Ihre Kosten. Mindestens 8 Flüge, viele davon mit z.T. deutlich über einer Stunde. Regelmäßige Überhöhung der Dents und des "Mittelfelsens" Lafonette, Seequerungen, hoch über der Entrevernes-Kante aufdrehen (einer sogar bis über die Roc du Boeuf-Kante!). Daneben radelten Einige um den See, nach Albertville oder um die Tournette rum. 

Gegessen wurde überwiegend als Selbstversorger. Natürlich gab es den schon traditionellen Besuch im Chalet La Pricaz beim Startplatz Forclaz mit dem dort typischen Tartiflette (Kartoffeln mit ordentlich geschmolzenem Reblochon-Käse), den vorbeiziehenden Abendfliegern und dem diesmal besonders farbenprächtigen Sonnenuntergang. Ein sehr später Letzter Start des Tages (Start um 21:15 Uhr) wäre vom Wind her möglich gewesen (Nullwindphasen ohne Bergwind). Wir hatten aber die Schirme nicht dabei :-(

Staufreie Heimfahrt bei bestem Sommer-Reisewetter rundeten eine tolle back-to-normal PCS-Tour ab. 2021 ist für die meisten Teilnehmer schon fest eingeplant :-)

Bilder siehe Album

 

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