Flexi-Tour XC-Fliegen

Eine Ausfahrt im Zeichen von Wind und Wetter, Wetterprognosen und dem was der Wettergott dann tatsächlich bringt.

Für den 31. Juli und 01. August zeichnete sich eine für Streckenflieger interessante Wetterlage für die Schweiz ab.  Ausgiebig wurde das Wetter gecheckt und täglich gehofft, dass das Wetter passt und sich die Fahrtstrecke für einen 2-Tagestripp lohnen wird. Vielen herzlichen Dank an alle, die sich dabei eingebracht haben. Einen speziellen Dank auch an unseren Schweiz-Wetter-Flug-Crack Mats mit der ausführlichen super Wetterprognose am Vorabend.

Leider war die Wetterprognose in allen Vorhersagen am ersten, dem erhofften Hammertag, dann zwischen anfangs sportlich und gegen Abend mit 30 km/h NW-Höhenwind am Abend eher gegen jenseits von sportlich anzusehen. Der zweite Tag sollte kleinere Streckenflüge vor den nahenden Gewittern ermöglichen.

TO (Daniel) und Jo ließen sich nicht unterkriegen und mit viel Hoffnung im Gepäck ging es nach Fiesch auf den traditionellen Campingplatz in Ritzingen.

Am Freitag, dem ersten Flugtag, war schon morgens wie vorhergesagt ein leichter Höhenwind an den Wolken zu sehen. Der Plan: Schnell ins Wind-abgeschirmte Goms, dort mal schauen und wenn der Höhenwind noch weiter zulegt nicht so spät landen.
Früh wurde aufgedreht. Wie erwartet lies einen die verblasene Thermik am Eggishorn nicht zur Wolkenbasis aufdrehen. Tief mit 2600 Meter und leichtem Rückenwind ging's nach Bellwald. Wie erhofft war das Goms schön vom NW-Wind abgeschirmt, ermöglichte ein höheres Aufdrehen und selbst auf 3700 Meter waren nur max. 10 km/h Höhenwind messbar. Locker ging's zum Grimsel über dem eine traumhafte Wolkenstraße zum Furkapass stand. Wegen möglicher Gewitter im Osten und "kein Plan ob der vorhergesagte Höhenwind in Andermatt schon wartet", ging's zurück zum Galmihorn. Lange am/über dem vergletscherten Galmihorn (3500 Meter) kreisend wurde viel Zeit genommen, den gigantischen Ausblick auf die Gletscherwelt vor und unter einem zu genießen. Der TO hat in Fiesch einen weiteren Lieblingsplatz gefunden an dem man stundenlang verweilen und die gigantische Aussicht genießen könnte. Mit viel Interesse wurden 5 Cracks beobachtet, die Richtung Finsteraarhorn mal schier absaufend, mal verblasen aufgaben oder es auch mal rüber bis nach Grindelwald schafften. Nach einem wunderschönen Genussflug mit den üblichen gigantischen Ausblicken ging's für beide nach knapp 3,5 Stunden glücklich-durchgeschüttelt zur Landung.
Tag 1: Der Tag war letztendlich viel besser wie alle Wetterberichte und Prognosen. Dies zeigen auch die teilweise gigantischen Strecken und Höhen die im Wallis erflogen (erschüttelt?) wurden.

Am zweiten Tag ging es mit viel Hoffnung und Mut zum Startplatz. Beides löste sich schnell in Luft auf, als ein selbst für lokale gerade schulende Fluglehrer überraschender Gewitter-Kaltluftausfluss über den Startplatz ging. 

Tag2: Der Tag war viel schlechter wie alle Prognosen und konnte selbst 1,5 Stunden zuvor am Landeplatz von Locals auch angesichts des noch blauen Himmels nicht richtig eingeschätzt werden.

Nach einem schönen warmen Kaffee, vielen Starkwindböen und viel Fliegerlatein an der Bergstation ging's nach Hause über den Grimselpass zur leider schon ausgebuchten Gelmerbahn, die "in offener Bauweise" ganz eigene spannende Freiluft-Ausblicke ermöglicht. Anschließend wurde die dortige Hängebrücke über den beiden Wasserfällen bestiegen und bewundert.

Vielen Dank  an Jo für die schöne Zeit und super Ausfahrt.

Gelohnt hat sich die Anfahrt auch für den einen Flug, der lange in Erinnerung bleiben wird
(warum …? weil er einfach nur wunderwunderschön war)

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