Luftraum

Unser Windenschleppgelände, die Kuchalb, befindet sich unter dem Luftraum der Klasse "D" des Stuttgarter Flughafens, welcher bei 5500ft (1676m) NN beginnt und in den nicht eingeflogen werden darf.
Eingelagert in diesen Luftraum D sind mehrere Segelflugsektoren (Klasse "W", seit 2017 Klasse "GSEC"), in die nach Freigabe durch die Deutsche Flugsicherung in Langen eingeflogen werden darf. Über der Kuchalb ist dies der Sektor "Alb-Nord" (konkret Sektor 2 = "Ostzipfel").
Freigaben, wenn sie genehmigt sind, werden auf dem Segelflug-ATIS (Frequenz 134.505 MHz) mit der freigegebenen Höhe aufgesprochen.
Diese beträgt typischerweise 6000ft oder 7000ft (1830m / 2130m).
Um in diesen Sektor bei einer erfolgten Freigabe einfliegen zu dürfen ist der B-Schein erforderlich. Weiter ist zwingend eine ATIS Hörbereitschaft und ein kalibrierter Höhenmesser erforderlich.

Was muss ich beim Flug im Sektor beachten?

  • ATIS permanent abhören
  • Änderungen / Rücknahmen der Freigabe werden über die ATIS verbreitet unter Angabe des Zeitpunktes zu dem sie wirksam werden
  • ATIS Aufsprache zur vollen Stunde + 10 + 20 + 30 + 40 + 50
  • Änderungen müssen innerhalb von 10 Minuten umgesetzt werden

Das heißt auch dass vor jedem Einflug in den Sektor der aktuelle Status der Freigabe zu prüfen ist.

Grundsätzlich gilt, das jeder Pilot vor jedem Flug die aktuell gültigen Luftrauminformationen einzuholen hat.

Informationsquellen hierfür sind:

  • ICAO-Karte in der aktuell gültigen Ausgabe
  • Segelflug-ATIS (Frequenz 134.505 MHz)

Für die GPS-Varios welche Luftraumdaten visualisieren können gibt es die aktuellen Daten über die folgenden Quellen.

Weiterreichende Informationen zum Thema Luftraum und den Segelflugsektoren sind unter den nachfolgenden Links erhältlich und es wird jedem Piloten, welcher an der Alb fliegen möchte, dringendst empfohlen sich darüber zu informieren.

Wenn Ihr euch beim Thema Luftraum unsicher seid, sprecht bitte erfahrene Piloten an.

 

Appell an alle Flieger!

Die aktuell gültigen Luftraumregeln sind nicht in Stein gemeißelt. Es gibt kein demokratisches Grundrecht auf freien Zugang zu allen Lufträumen zu jeder Zeit. In jedem Jahr verhandeln die Vertreter der Segelflieger mit den anderen Luftraumnutzern und der DFS neu. Die vergleichsweise guten Bedingungen in Deutschland sind das Ergebnis kontinuierlicher, jahrzehntelanger Abstimmungen mit allen Luftfahrern. Sicherheit im Luftverkehr hat dabei höchste Priorität.

Die konsequente Einhaltung aller Regeln durch die Piloten der allgemeinen Luftfahrt ist die Grundlage für alle Verhandlungen. Für die Gefährdung anderer im Luftraum gibt es kein Pardon. Jeder Verstoß kann zu dramatischen Verschlechterungen im folgenden Jahr und zu sehr empfindlichen Geldbußen führen. Den Wolkenabständen und Lufträumen kommen dabei besondere Bedeutungen zu.

Adaptiert mit freundlicher Genehmigung des DGCW Neidlingen

 

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